Politik


Als Politik erscheint vordergründig eine Art Theater, in welchem sich wählbare Parlamentarier (und analog gedachte Rollenträger) in dem Sinne bekämpfen als sie Parteiinteressen in Machtdispositionen aufheben, die in Legalitäten – vorab in Wahlen – inszeniert werden.
In dieser Perspektive wird ein Konkurenzverhalten beobachtet, in welchem die Rollenträger ihren Parteiinteressen gemässe Strategien verfolgen. Von anderen Konkurrenzsituationen wird Politik so gesehen durch ein fiktives Gemeinwohl unterschieden, in welchem die Parteiinteressen aufgehoben sind, weil die Parteien alle das Beste für das ganze Volk wollen. Das „Politische“ bezeichnet mithin ein divergentes Interesse am Ganzen, oder negative formuliert, das fingierte Gemeinwohl.
Die beiden vordergründigen Differenzen zur Politik sind Wirtschaft und Krieg. In der Wirtschaft geht es – in dieser Differenz – um das Wohl des einzelnen Unternehmens, im Krieg tritt anstelle von Macht Gewalt.

Wenn ich mich beispielsweise als gewählter Delegierter meiner Wohngemeinde für eine bestimmte Zukunft unseres Bezirkskrankenhauses einsetze, könnte man (und manche tun es auch) mich als Politiker sehen. Ich würde dann ein Parteiinteresse im Gemeinwohl vertreten. Leider kenne ich weder das eine noch das andere, das heisst, ich kann mich im obigen Sinne nicht als Politiker verstehen.

Ich finde meine Definition ist richtig und meine Praxis passt nicht zur Definition.

Advertisements

Eine Antwort zu “Politik

  1. Netter Artikel. Schadet wohl nicht, sich mit der Thematik detailierter zu beschaeftigen. Werde gewiss die weiteren Beitraege lesen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s