Piraten


An verschiedenen Orten wird gemutmasst, ob die Piraten eine Partei seien. Sie sind die dialektische Aufhebung der Partei. Sie sind aber nicht nur eine Partei, die keine Partei ist, sie heben alle Parteien auf. Es ist leicht zu sehen, das sie sich jederzeit beliebig spalten und neuformieren werden. Diese Partei hat nicht kein Programm, sondern beliebig viele Programme, von welchen sie jederzeitein beliebiges aktualisieren wird, wodurch sich die Parteizusammensetzung jederzeit beliebig verändert. Dabei werden pro Aktualisierung beleibige Parteimitglieder von anderen Parteien mitmachen, was die anderen Parteien auch beliebig variieren lässt.
Die Piraten müssten sofort total ausgeschaltet werden – oder sie schalten die Parteienpolitik aus. Da ersteres nicht mal mit den somalischen Piraten möglich ist und Jonny Deep alle Herzen für Piraten geöffnet hat, sage ich das Ende aller Parteien an.
Wer von der Piraten-Partei spricht, hat das Zeichen der Zeit noch nicht verstanden.

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3 Antworten zu “Piraten

  1. Endlich!
    Endlich hat jemand diese pirateske Parteiformation verstanden, samt ihrer Stärke, besser: ihrer programmlösenden Gefährlichkeit!
    Beweis: Dieser jemand hat Angst vor ihr! Warnt und will sie wech haben – nur wie?
    Es gibt Dinge, besonders Unterschiede, wenn die einmal registriert sind in der Gesellschaft, wurden sie viruell: Dann will das jeder haben, fast wie auf facebook oder in hyperlexika: nicht mehr löschbar.
    Die Gauner aus Somalia sind keine Piraten, sondern Verbrecher, wer sie mit leichter Zunge mit dieser Piratenpartei verwechselt oder diese gar mit einem Holywoodschinken, gesteht, daß er keine Ahnung von dem hat, was unter Pirat vorzustellen ist: Eine innere Demokratie, die erste in der Welt und bislang die letzte, die sich keine Dauersklaven hielt.
    Mal kundig machen über bischen Piratenwelt und nicht nur Räuberpistolen im Kopf haben. Das Pirateske ist nicht die Räuberei, sondern das, was danach kam …
    Nur kennen sollte man schon was davon, bevor man darüber sich wie KleinFritzchen mokiert.
    Da die meisten anderen Parteien genau dies längst gemacht und begriffen haben (bis auf zwei), braucht man sich um die nicht zu sorgen, sie geben sich halt einfach auch etwas piratesker, was kann uns besseres widerfahren?
    Im Übrigen hast du in deinem letzten Satz einen Fehler, ein Wort vergessen, richtig geht der so:
    „Wer so (wie ich, respektive also du) von der Piraten-Partei spricht, hat das Zeichen der Zeit noch nicht verstanden.“

  2. hmmmm … wie verschieden man alles lesen und verstehen kann …

    • „hmmmm … wie verschieden man alles lesen und verstehen kann …“ –
      ja, ja, da gab es mal Piraten, die teilten mit dem amtlichen Segen des Pabstes die „Welt“ unter sich auf (Spanier, Portugiesen), um in ärgster räuberischer Absicht Leuten, die anderswo lebten, alles wegzunehmen ohne dafür zu bezahlen,
      Dann kamen neuere, jüngere, noch nicht so sehr geübte Möchtegernpiraten dazu (die BritenRoyals) und wollten sich nicht die gleiche Mühe machen, sondern gleich den anderen Weltpiraten alles wegnehmen. Damit es nicht so doll auffällt, beauftragten die neueren ärmeren Royals (von der großen Insel) abtrünnige oder verdienstlose oder freche Aufsässige oder anderweitig auf der Insel nicht aber hierfür verwendbare Leute mit der königlichen piratesken Freibeuterei – natürlich auch, ohne bezahlen zu wollen.
      Als nun die damit erzeugten „freien“ Weltpiraten auch nicht bezahlt wurden und diese meinten, sie hätten doch auch Rechte auf Anteile an der allgemeinen Weltpiraterie, machten sie sich selbständig – auf völlig anderer Basis: Sie wollten MITEINANDER und UNTEREINANDER nicht piratesk (sprich parasitär) umgehen, sondern eben „frei“ und „brüderlich“.
      Was das auch immer heißen sollte, eines auf jeden Fall: Jeder Pirat samt Angehörigen „verdient“ (und erhält!!) den ihm zustehenden Anteil einschließlich der piratesken Vor- und Fürsorge auch bei Krankheit, Invalidität, Kinderreichtum oder Altersbehinderung und Tod, also all das, was die anderen Weltpiraten ihrem piratesken Gehilfen grundsätzlich zwecks Steigerung der eigenen Bereicherung verweigerten.

      Es versteht sich von selbst, daß die Portugiesen für die Spanier und umgekehrt bis zur „Segnung“ ihrer Piraterie in fremden Ländern durch den Pabst auch nur PIRATEN waren, daß die dazustoßenden Engländer für beide andere nur Piraten waren, und daß schließlich solche freibeutenden Leute, die von allen im Stich gelassen waren, schließlich für alle NUR PIRATEN waren, noch heute so und als „eigentliche“ (wie „alleinige“) Piraten verstanden werden, weil Sie das pirateske Handwerk OHNE KÖNIG und ohne PABST ausübten, also Gotteslästerer ersten Ranges waren, die die jeweilige „gottgewollte Obrigkeit“ empfindlich störten.
      Bitte, lieber Rolf Todesco, was würdest du nun daraus „lesen“, WELCHES die ECHTEN, die ERSTEN, die GRÖSSEREN und gefährlicheren verderbenden Piraten in dieser Entwicklung waren?
      Was ist zum Begriff PIRAT bei heutiger Verwendung eventuell ursächlicher oder relevanter zu werten?
      Was gibt uns dies überhaupt heute zu denken?
      Gibt es noch RICHTIGE PIRATEN, große, nicht die, die nur deren pirateske Trittbrettfahrer abgeben und wieder den heutigen Stachel locken, deren Ergebnis sind?
      Was ist pirateskes Verhalten heute? Kriminelles?
      Urheber zu betrügen und andere dafür zu beschimpfen, daß sie anscheinend meinen, die Betrüger betrügen zu dürfen?
      Es steckt schon ein Sack voller Satire zum heutigen Leben hinter PIRAT, meine zumindest ich und hier.
      „hmmmm … Wie verschieden man doch manches lesen kann“:
      Wer die Deutungsmacht hat, kann das prägen, kann selber bestimmen, wer Pirat ist und wer nicht – eine pirateske Situation, die nach piratesken Anworten ruft?
      Was „darf“, und was muß „piratesk“ sein, um verändern zu können, um z.B. Transparenz der Glieder für jedes Glied schaffen zu können, soweit das für das gemeinsame Zusammenleben wesentlich ist?
      Was nicht?

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