Tai Chi


Eine Reflexion zum praktizierten Dialog.

Alstaiji_malaga Taiji bezeichne ich eine ursprünglich in asiatischen Kulturen praktizierte Lehre, die die Differenz zwischen dem Äussersten und dem Zentrum reflektiert und dafür das Yin-Yang-Symbol – das eben Taiji heisst – verwendet. TaiJi erscheint moralisch aufgeladen als Daoismus und als Konfuzianismus.

Taiji ist die äusserste Abstraktion oder die erste Wahrnehmung/Beobachtung (die „Form“ im Sinne von G. Spencer Brown). Tai Chi „beobachtet“ den Weg im Sinne der Bewegung des Chi’s, die den Weg ausmacht.

TaiJi ist eine Praktik zu der die Lehre komplementär ist. Ich kann TaiJi nicht anders verstehen als im bewussten und reflektierten Praktizieren.
Jede Praxis ist TaiJi, wenn sie es ist.
Auf dem Weg zum Tai Ji gibt es Uebungen. Ich unterscheide diesbezüglich zwischen TaiJi und TaiJi-Veranstaltungen. Die TaiJi-Veranstaltung ist als Übung konzipiert. Ich übe aber in der TaiJi-Veranstaltung nicht für einen späteren Zeitpunkt, für einen Auftritt oder für einen Ernstfall, ich übe im Sinne des Ausübens. Die Übung zeigt sich vor allem darin, dass wir uns ein Protokoll geben, also festlegen, was wie geübt wird, während TaiJi natürlich gerade keine Regeln haben kann, die jemand einhalten müsste.
Ein bekanntes Praktizieren heisst Taijiquan  und besteht aus Übungen, sogenannten Katas oder Kreisen, die als Master Art (Kampfkunst) entwickelt wurden.
Eine andere Art des Übens ist Qi Gong, das sich stärker oder unmittelbarer mit der Gesundheit befasst.
Taijiquan und Qi Ging wird in Form von langsamen Bewegungen praktiziert, die Bewegungsfolgen gehören zur Lehre und werden in Kursen vermittelt.
In der Kampfkunst gibt es drei Stufen des Lernens. Shu ist wie „gehorche“ – alles wird genau nach Rezept oder „Prozess“ ausgeführt und bis zu absoluter Fehlerfreiheit eingeübt. Ha steht für „probiere“ – man weicht von der Lehre ab, sammelt Erfahrungen durch Variation und versteht langsam die Kunst an sich. Ri bedeutet „verlasse“ – der Meister löst sich von den Formen, den Lehren und Stilen seiner Vorbilder und vollendet sich.

Die Lehre:
besteht in einer Leere von Störungen der Harmonie oder des Gleichgewichtes, was sich auch als Hemmung des Flusses von Chi in den Meridianen zeigt. In diese Absenz von Störungen kann man nur Meditation gelangen, die vollständige Absenz ist die Leer oder die Erleuchtung.
Alle Störungen sind Störungen der Balance zwischen yin und jang, es sind Fixierungen der Sinne.

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Eine Antwort zu “Tai Chi

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