Demokratie


schweiz1Der Soziologe H. Wilke plädiert für Technokratie. Er beobachtet eigens dazu „eine Schweizer Demokratie„, von welcher es selbst sagt, dass sie seine Interpretation darstelle, weil es per se keine Demokratie gebe. Er fingiert „Demokratie“ als Wesen, das anstelle von Menschen handeln kann.

Was immer ich als Demokratie bezeichne(n würde), „es“ kann nicht überfordert sein. Überfordert können allenfalls Menschen sein, etwa wenn sie sich die Aufgabe geben, ihr Zusammenleben sinnvoll zu organisieren.

Die „Schweizer Demokratie“, die ich fingiere, war immer ein Waffenstillstandsvertrag unter Ungleichen. Sie hatte nie das Ziel oder den Zweck das Zusammenleben einer Gemeinschaft sinnvoll zu gestalten. Die Verfassung beschreibt die sich laufend ändernden Bedingungen, unter welchen sich keine Parteien bilden, die sich mit Waffen wehren.

Der Sklavenhalter Aristoteles hat die Demokratie als Herrschaftsform des Eigennutzes gefürchtet, weil er die noch nicht differenzierte Polis im Auge hatte, in welcher die Bürger bezüglich Bewaffnungsfähigkeiten noch etwas gleicher waren als in den Demokratien, die heute existieren. F. Dürrenmatt der in den „Physikern“ modernere Waffen beschrieben hat, meinte: Die Welt wird entweder untergehen oder „verschweizerdemokratisieren“.

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Eine Antwort zu “Demokratie

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