Sieben Sünden


sieben Sünden gibt es in der Kirche des Mittelalters, im Indien M. Gandhis und in der Internetgesellschaft von C. Kappes. Die päpstliche Kirche spricht von Todsünden und meint Hochmut , Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit als Charaktere, die sie selbst hervorragend repräsentiert. M. Gandhi gandhispricht von sündigen Relationen, die er im seinem Staat verwirklicht sieht: Reichtum ohne Arbeit, Genuss ohne Gewissen, Wissen ohne Charakter, Geschäft ohne Moral, Wissenschaft ohne Menschlichkeit, Religion ohne Opferbereitschaft, Politik ohne Prinzipien. C. Kappes variiert Gandhi, indem er seiner guten Gesellschaft (social media) – die als Internetgesellschaft fungiert – anlastet, was Gandhi noch der sozial gemeinten Gesellschaft vorgehalten hatte.

Als Sünde bezeichne ich eine falsche – von der Lehre abweichende – Lebensweise. Sünden zu benennen bedeutet in dieser Hinsicht, das richtige Leben durch dessen Negation zu beschreiben. Mit dem Wort „sozial“ unterscheide ich im Kontext der Sünde das richtige Leben in der Perspektive einer moralischen Instanz. Im Kontext von sogenannten Medien bezeichne ich die Lehre als „social“, gemäss welcher die moralische Instanz in der Kommunikation im Medium aufgehoben ist.

Dieseits der Sünden war ursprünglich das Gebot. Und anstelle der sieben Sünden, die die Charaktermaske des Kapitalisten beschreiben, steht das Gebot: „Du wirst keinen Lohn geben“.

Das Mittelalter kannte den Lohn noch nicht, M. Gandhi hat noch Lohn gegeben und die sogenannte social-media-Gesellschaft besteht zum grossen Teil aus Lohnnehmern, die lieber von Arbeitnehmern sprechen, weil sich die Lohngeber ja auch nicht so bezeichnen.

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