Petrodollars und all die Kriege


Die Machtelite der USA führt den sogenannten 2. Weltkrieg unbeirrt auf der ganzen Welt fort. Die grossen Kriege waren Kambodscha, Vietnam und Irak, aber das ist nur die Spitze des Eisberges. Oft wurde gefragt, was die Amerikaner damit eigentlich usa_kriegebezwecken und meistens wurden zwei Antworten gegeben. Die Sicherung der Bodenschätze (vorab Erdöl), was immer jenseits von plausibel war, und die Eindämmung anderer Mächte (vorab kommunistische Mächte, Sowjetunion und China), was sehr abstrakt wohl auch ein wenig zutraf. Viel genereller handelt es sich um eine sich selbst unterstützende Machtdemonstration, durch welche die eigene Aufrüstung motiviert wurde. Es wurden dabei keine Erdölvorkommnise erobert oder verteidigt, sondern der Petro-Dollar durchgesetzt, was insbesondere auch die kommunistischen Staaten schwächte. die eigentliche Geschichte ist die militärstrategische Verteidigung der durch Verschuldung realisierte Ausbeutung der anderen Nationen.

Als Petrodollars bezeichne ich US-Dollars, die im Ölhandel verwendet werden. Sie bilden den wesentlichen Kriegsgewwinn der USA. Es gibt verschiedene Geschichten dazu, wie sich die USA diesen Gewinn (etwa durch Erpressung der Saudis, und die
daran anknüpfende Nahostpolitik, mit Kriegen gegen den Iran und den Irak) verschaft haben, aber unabhängig davon, ist klar, worin der Gewinn besteht:

Die Dollarfakturierung verursacht finanzielle Verbindlichkeiten der US-Zentralbank Federal Reserve gegenüber den erdölexportierenden Ländern, da diesen Ländern durch den Ölexport große Dollarbestände zufliessen, die sie nicht – oder eben nur in den USA – brauchen können, während dem Fed in grossem Umfang Devisen der ölkaufenden Nationen zukommen, da diese in Dollars bezahlen müssen.

Die Ölstaaten inverstieren ihre Dollars – mangels Alternativen (weil Dollars nur in den USA Geld sind) – in den USA. Das führt zwar zur bekannten extremen Verschuldung der Nation, aber erzeugt eine stabile Konjunktur und Arbeitsplätze in den Staaten,
die ihre Schulden wiederum in Dollars bezahlen, die wieder ins Land zurückfliessen.

Die Verschuldung ist quasi ein internes Problem der Verzinsung, den es gibt keine äussere Kraft, die die Schulden je eintreiben könnte. Es ist absehbar, dass der US-Staat die Nation rettet, indem er ein Negativzins durchsetzt, während die eigene Industrie dank der ausländischen Investion ertragskräftig bleibt. So zumindest der Plan und die bisherige Geschichte.

Dass diese Geschichte Erdöl als Trägermaterial hat, war weitsichtig. Jetzt aber verliert Erdöl an Gewicht. Es gibt ein Überangebot und die wichtigen strategischen Gegner formatieren sich. Zu dem ist die Solarenergie im Vormarsch, wobei die Industrie dafür – wem immer sie gehören mag – wieder in den USA ist und mit Petrodollars gebaut wird. Die „Weitsichtigkeit“ muss nicht einem Subjekt zugerechnet werden. Die Motorisierung der Welt ist nach dem sogenannten 2. Weltkrieg einfach angestanden und in den Händen der Kriegsgewinner, die immerhin auch Deutscland aufgerüstet haben.

Die ökonomische Moral der Geschichte ist: Wer mächtig genug ist, kann sich Schulden leisten und wer viel Devisen hat, verstärkt sein Macht, wenn er diese unabhängig von den Devisen hat.

 

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