Etwas Europa


Europa als Erdteil:

Als Europa bezeichne ich einen Teil der Oberfläche der Erde. Die Erdoberfläche, die nicht mit Wasser bedeckt ist und deshalb Festland genannt wird, zerfällt grob gesehen in verschiedene Inselns, die ich Erdteile oder Kontinente nenne. Dieevropa1 Einteilungen in sogenannte Kontinente sind beliebig, man kann 2, 4,5, 6 oder 7 Kontinente unterscheiden. Die eingebürgerten geographische Bezeichnungen sind pragmatisch, aber relativ praktisch.
Quasi unterirdisch lassen sich tektonische Platten unterscheiden, von welchen eine Europa trägt.

Europa als Eigenname:

Wörter sind – innerhalb der Aussprechbarkeit – arbiträr, es macht also keinen Sinn, über die Logik eines Namens nachzudenken. Es gibt aber viele Geschichten zum Ausdruck „Europa“. Im 5. Jahrhundert vor Christus bezog der griechische Geograph Herodot den Ausdruck „Europa“, der sich als geografischer Terminus seinerzeit nur auf den Peloponnes bezogen hatte, auf die Landmassen nördlich des Mittelmeers sowie des Schwarzen Meers und unterschied sie so von den Landmassen Asienseuropa_herodot.png

(„Asia“) und Afrikas („Libya“) – was einer pragmatischen Unterscheidung, etwa nach Himmelsrichtungen von Alexanders Eroberungszügen entsprach, da ihm Kriege sehr am Herzen lagen.
Quasietymologisch kann man Europa von Asien aus gesehen mit „dunkel“ im Sinne von „Sonnenuntergang“ verbinden (semitisch ereb). Europa ist eine Fremdzuschreibung, die nach Europa gebracht wurde – wie die Jungfrau, die Zeus entführt und nach Kreta gebracht hat.
Abendland (Okzident) wurde im Mittelalter als pragmische Gebietskennzeichnung verwendet, insbesondere durch die Christen. Das Wort „Europa“ wurde von der Karls-Sippe im 8. Jahrhundert (Martell) manchmal beiläufig verwendet, es wurde aber erst von Papst Pius ll in seiner Schrift „De Europa“ systematisch als Abgrenzung zum nichtchristlichen osmanischen Reich eingeführt: Europa als der Gesamtheit der abendländischen Reiche.
Europa war immer Herrschaftsanspruch nach innen und nach aussen. Und bis heute hat sich das nich verändert, was die Verwendung des Wortes sehr ambivalent macht.

Europa als Lebensraum einer Gattungsvarietät:

Als Europa bezeichne ich aus gattungs-klassifikatorischen Gründen einen Erdteil, auf welchem – auch ganz pragmatisch und willkürlich – „bleiche“ Menschen leben. C. von Linné hat in seiner Systema Naturae die Gattung Homo in die vier Varietäten nach Hautfarbe eingeteilt und die Europäer als „bleich“ bezeichnet.

Varietät bezeichnet anders als Rasse. Varietät kann beliebig differenziert werden. Oft werden 5 Varietäten 5 bewohnten Kontinenten zugeordnet (Antarktis gilt dann etwa als unbewohnt und Ozeanien als zuwenig bewohnt).

Die Bevölkerung Europas:

Die Out-of-Afrika-Hypothese postuliert – paradisisch -, dass der Mensch in Afrika erzeugt wurde und dass seine Nachkommen ausgewandert sind. Die Hypothese hat viele Varianten, aber in allen Varianten gibt es in Europa Menschen, weil sie eingewandert und dabei bleich geworden sind. Diese Einwanderung wird nicht als Völkerwanderung beschrieben, sondern aufgrund von DNA-Marker-Verwandtschaften postuliert. Man stellt sich – hinreichend naiv – eine grösser werdende Nomadengesellschaft vor, deren Ableger dann in geeigneten Gebieten sesshaft wurden.

OutOut-of-Afrika-passende – raumzeitliche – Gebiete gibt es in bezug auf die Bevölkerung Europas zwei:
1) das Gebiet, in welchem sich die antiken Kulturen entwickelt haben, also der Mittelmeerraum,
2) das Gebiet, in welchem sich die Völker der sogenannten Völkerwanderung entwickelt haben, etwa das diffuse Hunnen-Land an der euroasischen Grenze.

In der Geschichte der hellenischen Antike, etwa im märchenhaften Reich Alxeanders (Makedonien, Persien, Griechenland, Rom, … Asien und Afrika) kamen Menschen bis nach West-Europa durch die Ausdehnungen des makedonischen und römischen Reiches, die als Eroberungen, nicht als Wanderungen beschrieben werden. Suggeriert wird durch diese Beobachtung aus der Re-Naissance in der sogenannte Antike ein staatliches Reich, wie es die Herrschenden in der Renaissance gerne gehabt hätten.

In der – historisch gemeinten – Geschichte der sogenannten Völkerwanderung werden Völker erfunden, die zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert gewandert sind. Diese Völkerwanderung „erklärt“ vordergründig die Auflösung des – dekadent gewordenen – römischen Reiches durch Hunnen und Goten. Sie ist aber vor allem das Resultat einer neuen Art von Beobachtung, in welcher die Reichsphantasien, die die Antike hervorgebracht haben, aufgegeben werden, obwohl (oder weil) das römische Reich um 600 unter Justinian so intakt war wie je zuvor.

Die „Antike“ wurde in der Renaissance erfunden, als die aufkeimenden Staaten sich noch als Welt begriffen. Die „Völkerwanderung“ taucht am Ende des 18. Jahrhunderts auf, als die „Nationalstaaten“ sich mit ihrer begrenzten Nation und vor allem mit den sich laufend verändernden Grenzen abgefunden haben. Die „Völkerwanderung“ ist mithin kein Bruch in der Geschichte, sondern ein Bruch in der Geschichtschreibung. Die ältere Geschichte erzählt die Antike und die jüngere Geschichte erzählt, wie sich die Nationen durch das Feudalsystem entwickelt haben. Die ältere Geschichte erzählt eine Welt von innen, in welcher die Welt so gross ist, wie das jeweilige Reich. Die neuere Geschichte erzählt Welten von aussen, also so, dass es immer besetzungsbereite, ein“wandernde“ Nachbarvölker gibt.

Europa als politisches Gebiet:

Als Europa bezeichne ich aus politischen Gründen ein Gebiet, auf welchem sich – auch ganz pragmatisch und willkürlich – eine Abfolge von relativ kurzzeitig stabilen Herrschaftsgebieten von je ziemlich bleichen Herrschern darstellen lässt – die manchmal personalisiert als Karl, Friedrich, Napoleon oder Hitler erscheinen, aber durchgehend die heute üblichen politischen Gebietsbezeichnungen verwenden, die im Mittelalter durch die Zivilisierung durch die päpstliche Kirche in die Kommunikation gekommen sind.

Auch in diesem Sinne beobachte ich zwei Europa
1) ein neuzeitliches Europa, das als politischer Raum im Mittelalter entstanden ist, und
2) ein geographisches Europa, das den Erdteil betrifft, auf welchem sich der politische Raum hervorgebracht hat.

Durch die 1806 von Napoleon eingeleitete Auflösung des Heiligen Römischen Reiches wurde die staatliche Organisation zur zentralen Frage politischen Europpas (Wiener Kongress).

Europa ist sicher kein Erdteil und dass die tektonische Platte den Namen des vermeintlichen Erdteils hat, finde ich nicht sehr erstaunlich.
Europa bezeichnet ein potentielles Herrschaftsgebiet. Karl der Grosse (800) beschreibt damit seine nicht adressierbaren Ansprüche, weshalb das Wort keine Bedeutung erlangt hat. Pius II (1455) beschreibt damit die Notwendigkeit einer Allianz gegen die Türken, die dann nicht zu Europa gehören, und gleichzeitig den „christlichen“ Raum, dem er vorstehen will.
Europa wird als Europaisierung der Welt wieder zur Fremdbeschreibung jener, die sich erobert und kolonialisiert sehen. In Europa sieht man im Mittelalter vielmehr die Nationen (was später in der EU noch definitiver wird). Europa macht sogenannte Welt-Kriege und verliert dabei die Welt (vor allem die Kolonien). Europa wird differentiell eine durch die Mauer geteilte Einheit.
Die EU (in allen Entwicklungsphasen) kennt kein Europa, sondern nur europäische Staaten. Europäisch sind alle Staaten der Welt, die nicht lieber andere Staaten sind. Die europäischen Geschichtsschreiber haben dazu beliebige Erdteilgrenzen erfunden: „Der höchste Punkt des Kontinents liegt nach der üblichen Definition der „Grenzen“ Europas in den Alpen zwischen Frankreich und Italien (Mont Blanc – 4.810 Meter). Weniger verbreitet ist, den nördlichen Kaukasus in Russland zu Europa zu zählen. Dann wäre der Elbrus mit 5.642 m die höchste Erhebung des Kontinents. „Der größte Teil Russlands liegt nicht in Europa, wenngleich das Land ethnographisch, historisch und kulturell zweifelsfrei untrennbarer Teil Europas ist“.
Die ersten europäischen Kriege sind die sagenhaften „Perserkriege“ um 500 vor Christus.
Das erste europäische Reich ist das von Philipp und Alexander, es liegt ebenso im Asien und Afrika wie im Europa der heutigen Abgrenzungen, aber es hatte bleiche Herrscher und entwickelte die als „Antike“bezeichnete Projektion einer europäischen Kultur.

Europa als kultureller Raum:

Ich unterscheide in Bezug auf den Kulturraum zwei „Europa“.
1) Ein antikes Europa mit Griechen und Römern, das hauptsächlich in der Ideologie der Renaissance existiert und sich praktisch aufgelöst hat. Und
2) ein Europa, dessen Geschichte als dunkles Mittelalter beginnt, dessen Vorgeschichte der Technologie von arabischen Besetzungsmächten angelastet wird, dessen Kultur aber darin besteht die Produktivkraft und den Kapitalismus entwickelt zu haben.

Werbeanzeigen

11 Antworten zu “Etwas Europa

  1. Was für eine Erholung, Rolf, diese deine Zusammentragungen und Wertungen zu (etwas?) EUROPA zu lesern-
    Könnte man das so (!) nicht auch mal den Eurokraten und EU-Populisten im EU- (nicht: Europa-) Parlament und in der führenden deutschen Politikgarde verklickern?
    Evtl. gäbe sich dann etwas mehr Respekt, Anstand und reale Aktivität zu / vor dem Kontinent Europa, der Kultur Europas, der Europa-Politik, der europäischen GeschichtsGanzheit, etwas mehr Verständnis in und zu, besser für EUROPA, um der erneuten drohenden Übernahme eines grossen Teils Europas durch ein erfolgreiches europäisches Herrschaftsgebilde besser zu wehren.
    Ich wünschte mir statt der gegenwärtig mainstreammässig anerzogenen extrem populistischen und damit gelegentlich denkfreien EUROPA-Apollogie der reinen Behauptungen unter sogenannten EUROPA-Politikern und deren medialen Freicorps mehr Respekt vor dem, was EUROPA ausfüllt(e), europäisch überhaupt erst werden liess und macht, vor den Nationen, die durch ihr Bewahren und Entfalten dessen, was europäische Kultur (Werte?) genannt wird, erst die Idee und den Geist von Europa in die Welt setzten, vor den Menschen, die das waren und sind. Dazu bedürfte es dann in allen geo- wie kontinental- oder Binnenpolitischen Betrachtungen doch wohl eher der gedanklichen und Ausdrucks-Qualität in der Präzidion und Gelassenheit ,wie sie dein Text hier vorführt, weil so Fakten und Argumente in der Breite verständlich und sachlich einnehmend vermittelt und behandelt werden können.
    Dagegen ist das Geplausche der meisten Spitzenpolitiker zu EUROPA, die fast nie Europa sondern immer nur die E-UNION meinen und so den Begriff daher gezielt irreführend missbrauchen, populistische Spinneganker, gewissermassen EU-politischers RTL2.

    Eventuell, so steht zu vermuten, liegen hier auch viele der Ursachen, die Menschen Europas sich derzeit in Scharen von derzeitiger EU-Politik abwenden lassen, praktische europäische Gemeinschaft spalten statt zu einen auf eben diese europäischen Werte – so es sie denn gibt, geben sollte.
    Nicht zuletzt – wie aktuell auf PHOENIX mitverfolgbar – findet sich so auch der historische und aktuelle gewaltige Hader der Briten mit diesem (!!) „Europa“, das nur eine verkümmernde UNION in Europa abgibt, statt eine solche von und für Europa.
    Trotz deinem hier doch profunden Geschichtsverständnis solltest du doch wohl lieber die Bataillione der EU-Berater samt Mit- wie Nach- denker ersetzen und diesen deinen Stil den derzeitigen Akteuren anbieten, zur Freude aller und Entpopulisierung der Thematik anhand des Faktischen.
    Dann könnte die EU statt „etwas Europa“ evtl. das Ganze re- und präsentieren, statt etwas Union sich mehr den Gemeinsamkeiten und realen Anliegen der Europäer widmen, egal wie ge“bleicht“ oder politisch verblichen diese nun gerade sind.

  2. wordpress hat mich einmal mehr überlistet. Ich habe auf den Kommentar geantwortet, kann aber meine eigene Antwort nicht sehen/finden, wohl weil ich direkt auf den KOmmentar geantwortet habe, anstatt HIER?

  3. Heute gerade auf ZDF „Maybrit Illner“ zu Europa, eigentlich aber nur zur EU verfolgt:
    Wohl keiner der Gäste kannte das, was du hier zusammengetragen hast, so, erst recht nicht in dieser Kompakt- und Bedingtheit.
    Die vertretenen „höheren“ EU- / „Europa“-Populisten waren seltsam zahm und artig in der Gegenwart eines wenig aber klar redenden Gaulands, der doch Rechtspopulist sein muss, der hier wohl schlechtes Muster für Nazivorwürfe aber interessante Konsequenzen zur weiteren sachlich geordneten Verfahrensweise in der EU (nicht: in Europa, auch wenn die EU dort ihr zu Hause hat) abgab, dabei konsequent demokratisch und verständlich (populistisch?) argumentierte. Im Gegensatz zu anderen EU-Experten, die Volksabstimmungen (Wahlen!) solange wiederholen möchten, bis kein Brexit übrig bleibt, die grössere Volksbeteiligung an der Gestaltung der EU verhindern möchten, da ja bei solcher Demokratie möglicherweise nicht das elitärpopulistisch erwünschte Ergebnis wählen könnten und am liebsten nur noch das eine zentrale EU-Parlament im grossen Einheitsimperium hätten, damit nicht etwa das grobe Volk demokratisch in die gepflegte EU-Suppe spuken kann.
    Sehen so – aha – die europäisch-westlichen Werte aus, die „verteidigt werden“ sollen, möglicherweise wieder am Hindukusch (also fern Europas) und an der Hälfte des europäischen Territoriums und deren Menschen (Kulturen) vorbei.
    Europa ist, als all das was du je darunter verstehen willst im Text, jeweils historisch gewachsen, das macht erst Europa,
    wird das ignoriert und ausgeblendet, bleibt von Europa nur noch eine Fläche übrig, eben „etwas“ Europa in dem etwas Union meint, schon das Ganze zu sein.
    Was doch eine präzise allseitige auch historisch betrachtete Definition eines täglich benutzten Begriffes und seiner Elemente und Komponenten alles für die Gegenwart assoziieren kann, aktuell kann

  4. Lieber Lusru, ich wiederhole meinen Kommentar von gestern (der verschwunden ist, nochmals ungefähr, dem Sinn nach):
    Ich danke Dir für Deine freundlichen Worte. Ich habe janichts geschrieben, was nicht jeder so überall finden kann, wenn er will. Ich habs für mich geschrieben, um mir angesichts des Geschwafels zub Brexit wiedereinmal explizit bewusst zu machen, wie ich Europa sehe.
    Mich interessieren die Politiker nicht, ich richte mich nicht an sie und schreibe nicht für sie. Ich nehme an, dass sie gescheit genug sind, sich nicht für meine Ansichten zu interessieren, oder diese auch nur in Erwägung zu ziehen. Sie haben andere Interessen.

    Und zu Deinem Nachtrag über das Massenmedium: Noch weniger als die Politiker interessieren mich die Experten in den Massenmedien undderen verklemmten Manipulationsversuche (die sie den Facebookkonsorten als Verschwörung vorwerfen).

    Mir gefallen Deine Erwägungen dazu, wer an Demokratie interessiert sein könnte und wer gerade nicht. Schon der Sklavenhalter Aristoteles wusste, dass Demokratie ganz schlecht für die feinen Herren (und für die Mächtigen oder Regierenden) wäre. Stell Dir vor, das Volk hätte etwas zu sagen !! sagte er, der Philosoph, der die Regierung beraten wollte.

    Nur wissen wir heute in einem empirischen Sinn, dass keine andere Staatsform als die in der EU und in Europa vorherrschende pseudodemokratische Republik je solche Vermögenskonzentrationen in den Händen von ganz wenigen Demokraten möglich gemacht hat. Deshalb sind heute auch die für Demokratie, die sie eigentlich hassen und fürchten müssen.

  5. Perfekt:
    „Deshalb sind heute auch die für Demokratie, die sie eigentlich hassen und fürchten müssen.“
    Warum nur?
    Weil alles Andere Krieg bedeutet, nur über Krieg auflösbar ist, und das ist auch für Demokratifürchter, von rechts wie von links und von oben, sehr sehr unbequem …
    Das soll übrigens auch der Grund für die andere(n) Seite(n) sein, sich in Demokratie verbeissen zu wollen.
    Wer das jedoch nicht begriffen hat,gleich von welcher Konnektion,wird zwangsläufig zur Gefahr für Gesellschaft, und zwar für alle.
    Dein Hinweis auf die Klugheit des Aristoteles zu dieser Frage als zugleich für die Gegenseite parteinehmend die Regierung zu beraten ist nichts anderes, als mittels des Erkennens und Begreifens, wir sagen auch des Verstehens der anderen Seite den Auasgleicjh zu zelebrieren zu versuchen, inzwischen sagen wir verkürzt dazu nur noch DEMOKRATIE.
    Die Frage bleibt dennoch, ob und wer das auch so verstanden hat, so, z.B. die Europa(einheitstaat)Populisten, die in der Regel KEINE demokratische Legitimation von Wert aufweisen, das auch tunlichst von sich fernhalten bzw. zu verhindern wissen ….
    Also: Demokratie – Ausgleich, oder Krieg und Verlust

  6. ja, lieber Lusru, die Frage, wer das auch so versteht, wird quasi historisch beantwortet, zb mit dem Krieg, der dann kommt oder eben noch nicht. Mir jedenfalls scheint es aussichtslos, bei andern irgendein Verstehen zu erzeugen. Gerade deshalb schreib ich einfach, was ich wie sehe.

  7. Gut so, Rolf, ich weiss seit geraumer Zeit, dass du „für dich“ suchst, findest und sammelst (was andere auch könnten), allein das entkompliziert es, dich zu verstehen und sich auszutauschen.
    Im Gegensatz zu dir baue ich auf den „steten Tropfen“, der, so meine persönlichen Erfahrungen, oft genug auch beim Aufprall weit verspritzt und etliches mehr nass macht, als man schlechthin meinen würde …
    Wie z.B. auch z.B. hier:
    https://tapferimnirgendwo.com/2019/02/20/die-ard-schafft-bewusstsein/#comment-155586
    (habe meine „Tropfen“ verteilt, etliche)
    In gewisser Weise geht es letztlich eben auch dort um – EUROPA, besser: Die E-UNION.
    denn:
    Demokratie – Ausgleich, oder Krieg und Verlust, wenn nicht Framing als Demokratie verstanden und missbraucht wird ….

  8. Und dann war noch dies:
    > Ich habs für mich geschrieben, um mir angesichts des Geschwafels zub Brexit wiedereinmal explizit bewusst zu machen, wie ich Europa sehe.<

    Lieber Rolf Todesco, warum muss man etwas, das man "für sich" schreibt, im Internet VERÖFFENTLICHEN ?
    Hast du da evtl. etwas gschamig dein Licht unter (welchen) Schaffel gequetscht, um nit so verbindlich daher zu kommen'?
    was ich für mich schreibe, schreibe ich tatsächlich für mich und damit nicht ins öffentliche Netzwerk, was wohl den meisten Anderen ebenso gehen dürfte, was meinst du?
    Immerhin, damit kann dir aber keiner, weder ein Möchtegernzensor noch ein Uploadfilter, guter Trick: Nur für mich geschrieben

    • Lieber Lusru
      ja, wir sind jetzt nocht mehr in der Zeit der Veröffentlichungen. Im Internet schreibe ich öffentlich für mich. Wenn jemand das lesen will, kann er es tun. Ich habe ein Buch darüber VERÖFFENTLICHT (Der Dialog im Dialog), warum ich es für sinnvoll halten, meine Gedanken im Internet aufzuschreiben. Das will ich hier nicht wiederholen.
      Nur soviel: Veröffentlichungen sind Waren, die verkauft/gekauft werden. Das Verlagswesen ist eine riesige Industrie. Meine Homepage hat damit gar nichts zu tun.

  9. >Nur soviel: Veröffentlichungen sind Waren, die verkauft/gekauft werden<
    Leider nein, wenn sie geboren werden, sind sie das alle nicht, also keinesfalls von Natur aus WAREN.
    Einige wenige werden dazu gemacht, nicht um zu veröffentlichen, sondern um Profit zu gerieren.
    Darüber hinaus gibt es zigmal mehr Veröffentlichungen, die keine Waren sind und werden (sollen), so z.B. alle Gesetze, Anordnungen, Regelwerke für das öffentliche Leben, viel Kunst, Masse, Gewichte, Nachrufe, Aufrufe, zwischenstaatliche Vereinbarungen, Wetterberichte und und und.
    Damit ist wohl dein obiger Satz schlicht falsch, eventuell meinst du etwas anderes, als du da sagst.
    Nebenher: Veröffentlichen kann man nur Informationen, nichts anderes, das wesentlichste Element jedes Systems

  10. ja, natürlich sind nicht alle Veröffentlichen Waren, sondern nur jene, die verkauft werden. Meine Formulierung ist etwas unglücklich, aber ich habe ja explizit dazu geschrieben, dass meine Homepage kein Ware ist. Aber eine sein könnte, wenn ich sie verkaufen würde und sie kein Ladenhüter wäre, was dem Warencharakter kein Abbruch tun würde.
    Nebenher: ich veröffentliche Texte, im Radio Vorträge oder Musikstücke, im TV Filme. Ich brauch das Wort Information nicht und in diesem Zusammenhang auch das Wort System nicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s