Kommunikationstheorie


Gegenstand der Theorie

Gegenstand der Theorie sind Vorstellungen, die mit dem Ausdruck Kommunikation verbunden werden. Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch das Wort so verwendet, wie es ihm gefällt, aber einige Menschen machen sich Gedanken darüber, wie sie das Wort verwenden. Und einige Menschen beschreiben, was sie als Kommnikation bezeichnen. Und einige Menschen reflektieren die von ihnen verwendeten Kataegorien in einer je eigenen Kommunikationstheorie, die ihren Sinn natürlich wieder in den Augen jedes einzelnen Lesers finden muss.

Kommunikation in der Umgangssprache

Im Sinne einer phänographischen Umschreibung verbinde ich mit dem Ausdruck „Kommunikation“ umgangssprachlich zwei einfache (quasi-etymologische) Konnotationen (die sich aus jedem mir plausiblen Begriff ableiten lassen):

•Angleichung und Gemeinschaft (Kommune, Kommunismus)

•Interaktion durch Signale (Information)kommunikations_modell_shannon

Den Aspekt der Angleichung sehe ich in den kommunizierenden Gefässen versinnbildlicht. Der Aspekt der Signalübermittlung ist im technologischen Kommunikations-Modell dargestellt. Als Beobachter spreche ich in diesem alltäglichen Sinne von Kommunikation, wenn ich für-wahrnehme, dass sich von mir unterschiedene Instanzen mittels Signalen zu Reaktionen veranlassen, die ich als Angleichungsversuche deuten kann.

Typischerweise sage ich in diesem umgangssprachlichen Sinn etwa, dass zwei Menschen miteinander kommunizieren, wenn sie mittels Symbolen versuchen, einen gemeinsamen oder konsensuellen Verhaltensbereich zu erzeugen, der das Verwenden von Symbolen überhaupt erst möglich macht. Wenn Menschen miteinander sprechen, senden sie einander explizite Signale, die das Verhalten koordinieren sollen. In der Innensicht erscheint dabei jedes Reagieren – und natürlich auch das Nichtreagieren – auf Signale als Kommunikation.

Den kommunizierenden Gefässe rechne ich keine Absicht zu. Die Angleichung ihres Pegelstandes erfolgt durch implizite Signale. In einer naiv beseelenden Redeweise kann ich sagen, dass sie einander etwas mitteilen. Ich verwende aber das Wort Kommunikation in diesem Fall jenseits von Mitteilungen einfach dafür, dass eine Angleichung durch Energieflüsse erfolgt, die ich als Signale interpretiere.

23 Antworten zu “Kommunikationstheorie

  1. Ui, Rolf, möchtest du noch ein wenig daran werkeln, damit du in der von dir hier angezettelten Kommunikation auch in der eigentlichen /Wahrnehmungsvermittlung mit deiner INFORMATION auch gur kommunikativ erfolgreich werden kannst?
    Ich habe einige Male gelesen, aber jedes Mal etwas anderes (verstanden) – war es das, was du bezweckst?
    Das wäre dann das Plädoyer für informationsarme Kommunikation, genau das was Shannon an seiner Formel / Theorie noch rechtzeitig erkannte und strikt gegen die Bezeichnung Informationstheorie argumentierte, weil er nix sagen kann und will zur Rolle der Information, die für ihn zwar dominant aber weit komplizierter ist als die der (tröten toten) VERBINDUNG, der Kommunikation

  2. Lieber Ursul, mir geht es – auch hier wie immer – darum, wer welche Wort wie verwendet. Also nicht um eine Sache, die es jenseits von Worten gibt.
    Und ja, es geht mir nicht um ein „Verstehen“, sondern um Formulierungen, die passen. Mich interessiert, wer welche Formulierungen teilt und wer weshalb nicht.

    Und ja, ich weiss gut, dass das ein eigenartiges Anliegen ist. Es passt nicht gut zum gesunden Menschenverstand, der lieber Dinge beobachtet, als sein eigenes Sprechen.

    Hr. Shannon kann sich ja nicht mehr dazu äussern, welche Formulierungen ihm passen würden. Deshalb spielt er hier auch keine Rolle. Ich verwende seinen Namen als Kennzeichen für ein Modell, das oft zitiert wird – sehr selten so, wie ich es interpretiere.

    Generell scheint der gesunde Menschenverstand sich lieber mit philosophischen als mit technischen Frage zu beschäftigen. Ich Meine, dass meine beiden Konnotationen (mit Bildchen) sich eignen, um über Formulierungen nachzudenken – wenn man das möchte.

  3. Ok, dann also weniger Philosophie und mehr „technische Fragen“ – …
    Wie du das machst, ist das jedoch etwas anderes.
    Du philosophierst über angebliche „technische Fragen“, lehnst dabei dessen „Verstehen“ ab und glaubst, du würdest dich nur dafür interessieren, wie jemand Begriffe (nicht: Wörter!) benutzt.
    Dumm nur, dass du dich auf Shannon dabei berufst und zugleich meinst, weil tot, spielt der keine Rolle, was denn nun, Ente oder Trente?
    Wofür wohl diese beiden Begriffe „Kennzeichen“ sind?
    Übrigens: Werden sie nicht verstanden, geht das dann so, wie dir mit Shannon…
    Ein Mindestmass des Verstehens ist Grundbedingung der Existenz von Menschen und deren Zusammenleben, das ist mit keiner mathematischen Formel darstellbar oder ersetzbar, benso auch nicht von einzelnen individuen ignorierbar oder übergehbar, ohne sich selbst massiv zu schaden und in der physischen wie psychischen Existenz infrage zu stellen….
    Übrigens :
    Ursul war ein anderer, das bin nicht ich. Kennst du denn Ursul, was weisst du von ihm – könnte etwas mit deinem Problem zu tun haben, z.B. mit Information? einer sehr wichtigen? Und was das überhaupt ist (und Shannon nicht wusste aber gern gewusst und gut gebraucheh hätte können)

    • Liebe lusrumichaela, wir scheinen uns wirklich nicht zu verstehen. Ich finde verstehen sehr wichtig, spreche hier aber nicht darüber. Und ich meine Wörter, nicht Begriffe, wenn ich „Wortverwendung“ schreibe.

      Und mit „technisch“ meine ich HIER die Geräte, die ich gezeichnet habe. Die beiden technischen Artefakte werden gemeinhin mit Kommunikation gemeint – das ist meine These zur Wortverwendung von „Kommunikation“. Über „Information“ spreche ich hier ja nicht, weil das Thema eben Kommunikation ist.
      PS: Ich glaube nicht, dass Shannon sich für etwas anderes interessiert hat, als für das, was er beschrieben hat und eben als Kommunikation bezeichnet hat, weil das so gang und gebe war und ist.

      • OK. machen wir es kurz: Shannon hat mathematisch etwas untersucht und eine Theorie dazu entwickelt, ob du das glaubst oder nicht, das ist der bekannte Fakt. Weniger im Stoff involvierte Zeitgenossen, auch Wissenschaftler, machten sich nicht so sehr wie du Gedanken um die Verwendung von Wörtern, besonders nicht, wenn diese Wörter die Bezeichnungenh von nBegriffen waren, und dröhnten bis in die Lexika etwas von „shannons Informationstheorie“, so dass das so sogar Eingang in Lehrbücher, Fachzeitschriften und Lexika fand.
        Shannon, zur Information und seiner Theorie befragt, bestritt bheftigst, sich über Information geäussert zu haben, er habe lediglich (!) eine Kommunikationstheorie aufgestellt mit der berüchtigten Formel, mir der man zwar Kommunikationsmengen messen kann, jedoch keine Informationsmengen. Allerdings betonte er, dass seine Theorie eine unvollständige bliebe, solange eine dringend benötigte Infomationstheorie und damit eine gestandene Definition von Information nicht Hilsmittel zur Vermittlung / Verbreitung undwürde, was bis heute der Fall ist.
        Das gesamte Feld der Kommunikation sei ausschliesslich als Hilsmittel zur Übertragung / Verteilung von Information von Sinn, was es erforderlich macht, nicht nur die Kommunikationsmenge zu berechnen sondern zugleich die darin jeweils enthaltene Informationsmenge – alles andere sei unvollständig.
        Zur Frage von Technik und technisch hatten wir unsere Dispute, die, so ich mich recht erinnere, nach dem Disput kaum mehr auseinander lagen. Hier nur sovel: technisch ist – egal auf welchem Feld – grundsätzlich alles, was von Mensch geschaffen wird, aus anderem Blickwinkel könnten wir auch künstlich sagen, da nicht natürlicher Herkunft. Da dich so sehr Worte interessieren rsp. deren Gebrauch, kann ich nur bemerken: jeder kann Worte wählen wie er will. Will er allerdings verstanden werden, erlischt dieses freiheitliche Privileg bis in die Tiefe aller Gedanken, da ist Schluss mit lustig, denn da beginnt irgendwo der „gemeinsame Informationsvorrat“ als Basis gesellschaftlichen Daseins jede Kommunikation zu prägen – oder du bleibst für dich allein, obwohl du zwar kommunizierst aber leider nicht informierst (Siehe Shannons Einwand) – was nun?
        Man kann allerdings auch versuchen, den historisch gewachsenen Gemeinsamen Informationsvorrat zu ändern, mühseelig ernährt sich jedoch das Eichhörnchen – gegenwärtig versucht dies eine Gruppe von fehlgeleiteten angeblichen Sprachwissenschaftlern mit Genderei in der Sprache, Sternchen und Zeichenh, die sich nicht übertragen beim Sprechen und somit mitnichten in der Vorstellung einiger Feministen und Feministinnen Denken zugunsten des weiblichen Geschlechts (erst recht nicht der diversen) verändern sondern nur Kommunikation erschweren und Gesellschaft unnötig spalten, es gibt Wichtigeres, als Sprache zu konstruieren und zu technisieren, sprachtechnisch.

  4. hmmm .. wenn -wie Du unterstellst – Verständigung möglich wäre, müsste sie doch zu allererst zwischen uns möglich sein !!? Es klappt aber irgendwie nicht. Wir verweilen auf der Stufe von Shannon.
    Mein Ansatz (Vorstellung, Utopie) besteht darin, dass wir uns wenigstens über technische Gegenstände – Artefakte – sollten uns verständigen können. Und bis dahin – würde ich wie Shannon – alle beliebig wichtigen andere Themen aussen vor lassen.
    Die Genderei ist ein gutes Beispiel, für Geschwätz, das keine Artekakte kennt.
    Mich interessiert, wie wir über Artefakte sprechen – wie wir die Wörter dabei verwenden.

    • „Die Genderei ist ein gutes Beispiel, für Geschwätz, das keine Artekakte kennt.“ -könnte sein, dass es einen Grund gibt, warum ich dieses Beispiel erwähnte?
      Allerdings mögen wir beide das so sehen, die Genderer eben völlig anders: Die „finden“ Artefakte jeder Menge dafür, Kunststück: Wo doch ein Artefakt nix anderes als etwas „Gemachtes“, also Technik, demnach kultürliche Erscheinung ist, meist „Zurückgelassenes“ und materielles wie amaterielles, auch Ideen sind Artefakte – schon gewusst? – das kann nun mal jeder, auch Genderer – womit es letzlich eben doch Artefakte zu Hauf in der Genderei gibt.
      Was sagt uns das? Dein Vorgehen am Geländer von Artefakten wird zum einen von dir nur behauptet, zum anderen nicht konsequiert, zum dritten ist es überflüssig nutzlos als Alleinstellungsmerkmal.
      Offensichtlich kennst du nur materiell gebundene altertumsmässige einst verschüttete Arteakte, die nicht zu immateriellen, und schon gar nicht zur Gegenwart, passen.
      Artefakt ist alles, was MENSCH erzeugte, wann und wo auch immer, und dazu gehört so leider die Genderei – oder ist die von Gott bereitgestellt?
      Ja, Wörter haben es in sich, benutzt für Deutungen, Bedeutungen, Bezeichnungen, Zeichen, Symbole usw. – alles letztlich nur: Sprache als Plattform und Werkzeug des Denkens und nicht teilbar in „Artefakte“ oder „nurwort“ (ohne Information), du betreibst leider eine brotlose Kunst mit dem Trennen Wesens von dem Wort, das damit keines mehr ist – so geht Shannon, der Revert von Shannon zu Falschbezeichnung seiner Arbeit.

  5. ich ahnte es schon und ahne es schon wieder: zwischen uns funktioniert die Verständigung nicht. Es gibt kaum ein Wort, dass wir nicht ganz verschieden verwenden.
    Es spielt also keine Rolle, mit welchen Worten ich beschreibe, was ich beschreibe. Das Beschriebene zeigt sich in den Worten nicht. Und hier habe ich ja statt Worte Zeichnungen gegeben, aber auch das hilft offensichtlich nicht. Auch Zeichnung zeigen nicht, wofür sie stehen. Dass ich einen Telefonapparat zeichne, könnte ohne weiteres als Genderei beobachtet werden – wenn so gewollt. (Es heisst DER Telefonapparat und ER wurde voneinem MANN erfunden usw)

  6. Nun ja, Genderei meint eben nicht, was du sagst: Das Umdeuten von Erfindungen von Männern auf Frauen sondern meint mehr Erfindungen von Frauen, und das nicht rückwirkend sondern künftig.
    Nur genau das wird durch Gendern eben nicht befördert sondern behindert, wenn ich allein an die von dir immer so betonten „Nichtverständigungen schon zwischen uns beiden“ denke.
    Lenkung durch Sprache (damit auch Erziehung) erfolgt nur auf der Basis des zuvor erzeugten (!) Gemeinsamen INFORMATIONsvorrates, was auch auf das Werden des Rolf Todesco zutraf und trifft, denn auch er hat keine anderen Mittel und Möglichkeiten, als die, die zu seiner Zeit „gegeben“ (griffig, geschaffen, technisiert) waren (z.B. Wörter, Begriffe Deutungen, Signale, Inhalte/Informationen) und mit denen muss, ob er will oder nicht, sein Gehirn halt so umgehen, wie diese an ihn herangetragen.
    Dabe iersetzen Zeichnungen kein Wort oder dessen Substanz, sie sind ein eigenes Zeichensystem wie Sprache.
    So gesehen ist es, ich wiederhole mich, uninteressant ob Rolf oder ich oder wer auch immer etwas zu einem Wort beschreibt, solange der Gemeinsame Zeichenvorrat dabei nicht verletzt oder ignoriert wird, ist das eine nutzlose Betrachtung.
    Anders verhält sich das, wenn auf dieser gemeinsamen Grundlage dieses Zeichenvorrates und -Verständnisses betrachtet wird, welchen Grad der (gegebenen) Gemeinsamkeit im Verständnis bei betreffenden Wörtern einzelne Personen in der Lage sind zu erzeugen bzw. zu benutzen. Wenn du meinst das zu untersuchen, hätte ich dich sehr wohl verstanden und könnte das begrüssen, zumal auch schon für einen selbst diese Betrachtung interessant sein dürfte – neben dem grossen öffentlichem Interesse daran.

  7. ich will nicht bestreiten, dass man sich gegenseitig mehr oder weniger verstehen kann, und das in Graden bemessen kann – ich mag einfach nicht darüber sprechen. Mich interessiert das nicht.
    Mich interessiert, wer welche Wörter wie verwendet. Das ist eine empirische Frage, die mit graduellem Verstehen nichts zu tun hat.
    Die mich interessierende Frage hat ein ganz einfaches Schema: Jedes Wort kann ich durch einen Satz ersetzen. Mich interessiert, wer welche Ersetzung teilt und wer weshalb nicht. Wer dabei was in welchem Grad versteht, ist mir egal.
    Und philosophische Erwägungen über die Bedingungen der Möglichkeit interessieren mich auch nicht. Wenn mir jemand sagt, dass ich meine Fragen nur haben und stellen könne, weil ich in einer Gemeinschaft erzogen worden sei, erkenne ich, dass er wohl lieber über diese Gemeinschaft sprechen will, als über meine Fragen. Das bezeichne ich mit nicht funktionierender Verständigung auf einen Gesprächsgegenstand.

  8. Empfehle zur Ergänzung:

    Klicke, um auf MoellerMaterialismus.pdf zuzugreifen


    Trotz einer zu deutlichen aber „gezähmten“ Nähe zum Marxismus legt Pohl hier etwas dar, was für jeden gesunden aufrechten Menschen Tagesgepäck sein kann.
    Sollten wir hier etwas zu Klärung bringen können, wäre sicher beiden fruchtbringend für andere Themen geholfen, z.B.: Es gab und gibt keinen Urknall, bei dem „alles entstand“ – Physiker lachen heute darüber, wie religiös stümperhaft der physikalische Satz zur Erhaltung der Energie versucht wird, zu umschiffen, besser: ihn los zu werden …
    Merke: Wenn Urknall ja, dann hat es davor und davor bereits schon mal geurknallt, und jedesmal nwurde alles, was da war nur neu verwürfelt – jedoch nichts kam hinzu, nichts ging verloren – was wesentlich die dazu betreffenden Wörter im zu gebrauchenden Duktus prägt: Strikte Erhaltung von Energie prägen die Sichtweisen auf Verwendung von Worten

  9. vergessen:
    Dr. Manfred Pohl zitiert einen Philosophen Möller (Philotex) :
    http://www.philolex.de/materie.htm, Philosophisches Portal von Peter Möller
    und kommentiert unmittelbar, das allgemein zerrüttete Verständnis bei Begriffen (Wörtern?!) in der Wissenschaft betreffend

  10. danke. Hr Möller macht Philosophie. In Bezug auf Marx verwechselt er (wie sehr viele Philosophen) Materie und Material oder er meint, das sei dasselbe (weil er seine Wortverwendung nicht reflektiert). An Philosophie bin ich nicht interessiert. Und Hr. Pohl macht auch Philosophie. So kann es keine Verständigung geben.

    Und ja, die Physiker/Naturwissenschaftler sind gemeinhin an Sprache nicht interessiert. Ihre umgangssprachliche Terminologie ist haarsträubend. Das macht ihnen nichts, weil sie ja Formeln haben. Dümmer ist, wenn man die Formeln nicht kennt.

    Naturwissenschaftler „verstehen“ sich wenigstens graduell, nicht weil sie richtig sprechen, sondern weil sie Experimente machen. Sobald sie über etwas anderes als ihre Wissenschaften sprechen, ist ihre Wissenschaftlichkeit im Eimer.

    Um im Beispiel Materialismus zu bleiben: ich glaube, dass die meisten Philosophen eigene Definitionen oder wenigstens Ansätze dazu haben.
    Ich selbst berufe mich mit meiner Definition auf K. Marx, aber das hilft wenig, es beschränkt nur die Literatur ein wenig. Die meisten Marxisten lesen die Texte von Marx ganz anders als ich – weil sie andere Interessen haben.

  11. ja, Hr. Möller beklagt sich über die zerrütteten Begriffe. Aber ich kann nicht sehen, dass er verständig wäre. Seine Begriffe setzt er voraus, ohne sie zu reflektieren. Daraus ergeben sich die üblichen Streitereien – unter Philosophen, die nichts zum Anfassen haben.

    • Ui, ui Rolf, wenn ich dir nicht gerne folgen wollte, um nicht zu sagen Verstehen, wäre ich längst weg, ja!
      Einmal noch und der Reihe nach:

      1. Der Herr Möller ist ein wegen seines „Philotex“ Html-Lexikons in Berlin recht bekannter autodidaktischer Lexikalist und Philosoph, man könnte zum Teil sagen, so einer wie du. Dieser wird in bestimmten Sequenzen (nicht ohne Grund) zitiert und Kommentiert von einem Fach-Wissenschaftler, dem Dr. Manfred Pohl. Bei seinen Kommentaren zum Möller musste ich oft an dich denken. Wenn du nicht magst, lass es, es könnte dir helfen – falls du überhaupt ahnst, was das sein könnte und jemanden an dich ran lassen könntest im Disput, denn alles, was du machst, ist nichts anderes, als das was du dem Wissenschaftler v.o. vor wirfst:
      Alles nur Eigenbrät, nix belegbar, nix hinterfragbar. Hingegen der Pohl hantiert weltweit mit anderen Wissenschaftlern (nebenbei zur Verabschiedung der physikalisch betrachtet spinnerten Urknalltheorie weil – weil auch nichts belegt, alles nur behauptet und insgesamt allein schon dem Satz von der Erhaltung der Energie krass widersprechend, der weiss also, wovon er redet, wo, wer und wann das geprüft und erwiesen hat, was er sagt und sagt das auch.

      2. deine etwas kruden verallgemeinerten Vorstellungen von Wssenschaftlern, besonders von Philosophen, belegen nichts anderes, als dass du keine kennst, diese Welt dir völlig fern ist und damit nicht nutzbar, obwohl du doch selber genau auf solchen Schienen selber nicht so sehr qualifizierte Ansprüche entwickeltst, evtl. magst bdu über diese meine Feststellung mal einen Gedanken verschwenden.

      3.“Mich interessiert, wer welche Wörter wie verwendet. “ – ja dann interessiere dich doch mal dafür und rede nicht ständig ohne es zu tun! Allerdings muss man dazu auch „jemanden“ der ein Wort verwendet, haben – du hast keinen, obwohl ich dir reichlich Angebote gemacht habe, oder wozu schiebe ich dir (hier) Möller oder Pohl, vorher auch andere, hin?
      Einfach betrachtet erkenne ich dieses Interesse an der Verwendung von Wörtern nicht, du magst das wollen aber tust es nicht.

      4. Materie und Material verwechselt – nun die, denen du das zuschreibst, mit Sicherheit nicht, Eher ist das doch in deiner Argumentation erkennbar, ein Verwechseln von materiell (dem Stofflichen verhaftet, gern alleinig als Artefakt verstanden) und materialistisch (eine auf Priorität der Materie gegenüber dem Geistlichen aufbauende Weltbetrachtung nach strikt naturwissenschaftlich geprüften Kriterien). Ich erlebte , dass in München ein Verwandter einen korrupten geldgeilen Banker als höchst materialistisch und damit gemeint marxistisch bezeichnete – das wäre doch mal was für dich, wie man in Bayern dazu kommt, materiell gleich mit marxistisch zu setzen und dazu materialistisch sagt – alles wörter, wörter . und der Philotex-Möller macht das nicht, würde es aber gern, nur er weiss nicht wie das in sein Lexikon passt – da erwischt ihn Dr. Pohl und seziert Möllers Verwendung von Materie als armseelige Stammelei von Stammtischparolen in angeblich wissenschaftsträchtigen Texten.

      5. „… macht auch Philosophie, so kann es keine Verständigung geben …“
      Hm, die Philosophie ist auch ein Artefakt, besser ein Haufen von Artefakten, und an denen möchtest du dich doch orientieren? oder ist dir entglitten, was alles Artefakte sind, oder dass Philosophie auch als Physik der Physik, als Metaphysik von geschulten Fachleuten bezeichnet wird?
      Keine Naturwissenschaft kann man verstehen, ohne deren Philosophieen, und die aller Naturwissenschaften eben als Metaphysik, als übgergeordnetes sortierendes und verbindendes Denkgebäude. Ja, ich weiss, solche Dinge passen dir nicht in den Kram, du hättest es gern etwas simpler in scheinbar unabhängigen Scheibchen, muss man nit so viel mitdenken.
      Wörter sind KEINE Scheibchen, sie sind oft hochkomplexe Symbole, die mehr ergreifen und ausdrücken, von kräftigen Inhalten geprägt und verfasst, und deren Verwendung steht damit in ebenfalls engsten untrennbaren Zusammenhängen …
      Ihre Verwendung kann nur in dem einst verinnerlichten Wesen, dem Inhalt erfolgen und geprüft werden, dies zu bestreiten heisst verschüttete Mohnkörner mit der Kneifzange einsammeln

      6. „… beklagt sich über die zerrütteten Begriffe.“ Das ist nicht Möller (der das mitmacht und beschreiben wollte und daran verzweifelte), sondern das sagt Dr. Pohl.
      „Aber ich kann nicht sehen, dass er verständig wäre. Seine Begriffe setzt er voraus, ohne sie zu reflektieren. “ Pohl ja, das braucht der nicht, seine Begriffe sind tausendfach reflektiert indem er sie aus eben diesem Gemeinsamen (gesellschaftlichen) Informationsavorrat entlehnt oder zuvor dort plazierte, falls neu (der arbeitet und argumentiert wissenschaftlich mit enhtsprechenden Artefakten). Aber du willst diesen ja nicht akzeptieren. sei gewiss lieber Rolf, es gibt nur einen einzigen Platz, wo Begriffe und Wörter geprüfft rsp. bewährt reflektiert werden können: im Gemeinsamen Informationsvorrat, der gesellschaftlicher Artefakt in Bewegung ist

      7. „Und ja, die Physiker/Naturwissenschaftler sind gemeinhin an Sprache nicht interessiert. Ihre umgangssprachliche Terminologie ist haarsträubend. “
      Was für ein Unsinn. Die Naturwissenschaftler – übrigens wie alle Wissenschaftler – sind mehr an Sprache interessiert als jeder Blogger usw, es ist ihr erstes Arbeitsmittel um ihr Ziel, ihren Gegenstand, Ihr Ergenis oder das neue Ziel zu formulieren und alles zu beschreiben, damit das AUSTASCHBAR wird imFachbereich und insgesamt.
      Was ist denn „umgangssprachlich haarsträubend“? Sagst du das nur so, oder kennst du FAKTEN, Artefakten dazu?

  12. ohhh .. Michaela … zuerst, ich danke Dir dafür, dass Du mit mir sprichst. Dann aber weiss ich nicht, wie ich es anders sagen könnte. Offenbar gelingt es mir nicht. Oder es scheint Dir unmöglich, meine Worte ernst zu nehmen, also anzunehmen, dass sich jemand für Wortverwendungen interessiert und nicht dafür, was die Wörter für wen bedeuten.

    Ich mache weder Wissenschaft noch Philsophie. Beides interessiert mich einfach nicht. Mich interessiert die Wortverwendung. Du schreibst ich solle es tun, statt immer drum herum reden. Ich schreibe jeden Tag in meinem Hyperlexikon über nichts anderes, als wie ich Wörter verwende. Dabei schreibe ich auch sehr oft, wie andere Menschen die gleichen Wörter ganz anders verwenden. Das heisst ich tue es täglich und öffentlich
    ==> https://www.hyperkommunikation.ch/lexikon/lexikon_index.htm

    Das ist kein Philosophielexikon wie jenes von Hr. Möller. Es ist ein HYPERlexikon. Wenn andere Menschen nicht philosophieren oder Wissenschaft betreiben, sondern sagen, wie sie ihre Wörter verwenden, dann interessiert mich das sehr. Ich will darüber nicht mutmassen. Mich interessiert, was die Menschen selbst über sich sagen. Philosophen tun das praktisch nie. Dagegen gibt es DIN-Normen, in welchen Begriffe explizit vereinbart werden.

    Und nochmals: mich interessiert nicht, wie ein Wort RICHTIG verwendet wird, und was es RICHTIG bedeutet. Mich interessiert, wer sagen kann, wie er es verwendet. Wenn Du materialistisch für materiell oder für Materie betreffend verwendest, dann kannst Du das doch einfach sagen. Ich verwende Materialismus und materialistisch für eine Lehre, die sich mit dem Formen von Material befasst, also mit einer Lehre der Tätigkeit – was mit Materie nicht das geringste zu tun hat. Und mit bayrischen Banker auch nicht.

    Dein 5. Abschnitt verstehe ich so, dass Du lieber Philosophie und Wissenschaft behandeln würdest. Ich mag das einfach nicht. Wenn Du keine Freude an Wortdefinitionen hast, ist das ok. Aber ich befasse mich nur damit.

    6. Ja, wer Wörter mit der Gewissheit verwendet, er verwende sie richtig, der muss nicht darüber nachdenken.
    Würde er aber nur einmal versuchen zu sagen, wie er ein Wort verwendet, wäre alle Gewissheit dahin – davor haben viele Menschen Angst.

    7. Ich brauche doch keine Fakten, wozu? Wenn jemand sagt, wie er ein Wort verwendet, höre oder lese ich es. Wenn er es nicht sagt, dann eben nicht, das spricht er eben über anderes, vielleicht über Streiterein mit Fakten.

    8. Als Artefakt bezeichne ich ein Gegenstand, der aus Material geformt wurde und den ich anfassen kann.
    Das ist eine Wortverwendung !! Wenn jemand das Wort anders verwendet, kann er es sagen – wenn er kann!

  13. „Das ist kein Philosophielexikon wie jenes von Hr. Möller. Es ist ein hiHYPERlexikoner…“ – ja, das HYPERlexikon hat Hr. Möller auch immer drüber geschrieben, bis er feststellte, dass das wohl ein paar mehr und sachkundige Experten erfordert hätte …

  14. „Als Artefakt bezeichne ich ein Gegenstand, der aus Material geformt wurde und den ich anfassen kann.“ – Lieschen Müller anno 1950 lässt grüssen.
    Was ein Artefakt alles ist / sein kann, darfst du für dich ruhig sehen wie du möchtest, ist nur nirgerndwo das, „was andere Leute mit diesem Wort verbinden, wenn sie es gebrauchen“ wie du doch gerne feststellen möchtest nur das ist öffentlich uninteressant, da längst professionell an geeigneten Stellen wissenschaftlich erörtert, schlag mal nach

  15. “ wer Wörter mit der Gewissheit verwendet, er verwende sie richtig, der muss nicht darüber nachdenken.
    Würde er aber nur einmal versuchen zu sagen, wie er ein Wort verwendet, wäre alle Gewissheit dahin – davor haben viele Menschen Angst.“ – offenbar am meisten wohl du?
    Andere wissen i.d.R. wann es geboten ist, über Wörter und deren Begrifflichkeit / Verwendbarkeit neu zu reflektieren oder genau das mit Gewissheit nicht zu tun, das bedarf einiger Übung und viel Kenntnis des Gemeinsamen gesellschaftlichen Informationsvorrates mit Respekt und Sachkunde über andere Sichtweisen und deren ständiger eigenen Prüfung.

  16. Was ist das denn:
    „Ich brauche doch keine Fakten, wozu? Wenn jemand sagt, wie er ein Wort verwendet, höre oder lese ich es“ – was meinst du wohl, was das ist, was du da liest? das SIND Fakten, und wozu liest du sie ,um sie nicht zu brauchen?

  17. “ lieber Philosophie und Wissenschaft behandeln würdest. Ich mag das einfach nicht. Wenn Du keine Freude an Wortdefinitionen hast, ist das ok. Aber ich befasse mich nur damit.“ – und was meinst du, verehrter Rolf, was das dann ist, was du machst? evtl. die Philosophie der Wörter zu studieren ???

  18. Ob du dich mal tatsächlich mit den Wörtern befasst, die du hier verwendest?? Evtl. bevor du sie verwendest?

  19. WO bitte soll ich nachschlagen? Wo sagt ein einzelner Autor, wie er das Wort Artefakt verwendet?
    Kannst Du mir ein Quelle angeben – oder meinst Du Wikipedia-Commonsense?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Artefakt (Archäologie)

    Nochmals: mein Hyperlexikon hat nichts gemein mit Hr. Möllers Schriften
    Ich zeige darin, wie ich Wörter verwende. Und da mein Hyperlexikon
    öffentlich vorliegt, kann jeder dort nachschauen, ob ich mich mit den
    jeweils verwendeten Wörter schon befasst habe.

    Sag mir einfach, wo ich lesen kann, wie das Wort Artefakt verwendet wird,
    dann können wir beobachten, wie es um „die sachkundigen Experten und
    deren „Gemeinsamen gesellschaftlichen Informationsvorrates“ steht.

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